Montag, 6. Mai 2013

Alles neu macht der Mai

Nach einigem Hin und Her und viel Überlegungen habe ich mich dazu entschieden, nochmals komplett von vorne zu beginnen.. ..es werden 98% der bisherigen Arbeiten rückgängig gemacht. Aber lieber einen Neubeginn in einem sehr frühen Stadium als kurz vor der Vollendung, wenn man bereits unzählige Stunden mit dem Bau verbracht hat.

Der neue Entwurf wird "von innen" gesteuert, die Gleise liegen um den Betrachter herum und großteils direkt vor den Wänden. Hierzu sind zwei Zugangsklappen links hinten und rechts vorne zu installieren, welche für mich große Herausforderungen darstellen und mich zunächst von einem solchen Plan abgehalten hatten. Vermutlich werden es auch keine richtigen Klappen, sondern eher herausnehmbare Brücken, welche sich ohne Verkabelungsaufwand entfernen und wieder hinzufügen lassen. Die Stromversorgung der Schienen auf den Brücken wird eine weitere größere Aufgabe werden, mir schwebt etwas nach Art einer Ladestation für Mobiltelefone vor.
Vorläufiger Entwurf im Mai 2013
Es wird nach wie vor einen Schattenbahnhof geben und der Gleisplan beschreibt einmal mehr eine eingeklappte Acht. Der Gegenbogen im Bahnhof wird sicherlich durch flexibel verlegte Gleise etwas aufgelockert, dazu suche ich noch nach einer Möglichkeit für Abstell- und Rangiergleise. Insgesamt sind nun auf gleicher Fläche weniger Gleise verlegt, getreu dem Motto "weniger ist mehr".

Gründe für den kompletten Neuaufbau und das Steuern von innen sind einerseits die angestrebte Barrierefreiheit, also dass man ohne Klettern, Krabbeln oder sonstige Verrenkungen leichten Zugang zu allen Bereichen der Anlage hat, und andererseits kann ich Radien und Stellflächen nun deutlich großzügiger wählen, ganz im Sinne der Ursprungsplanung.

Freitag, 8. März 2013

Schattenbahnhof

In einem Schattenbahnhof werden, unsichtbar für Beobachter, nicht benötigte Zuggarnituren abgestellt, was einen abwechslungsreichen Betrieb auf der sichtbaren Fläche ermöglicht, da Züge je nach Ausführung bunt gemischt werden können. Ja, so einen hätte ich gerne. In der unteren Schleife ist sogar ausreichend Platz dafür, wenn man beachtet, dass die Zu- und Ausleitung zwingend eingleisig sein muss - also das vorhandene Weichenmaterial gesichtet, den Rechenschieber bemüht und frisch ans Werk!

Ich habe auch hier verschiedene Pläne entworfen, korrigiert, optimiert und wieder von vorne angefangen, bis sich schlussendlich folgendes Ergebnis herauskristallisiert hat:
Schattenbahnhof
Die Fahrtrichtung ist entgegen dem Uhrzeigersinn. Der Plan enthält folgende Merkmale:
  • Es gibt Platz für theoretisch bis zu sieben Züge, wenn die Halbkreise mitbelegt werden (was sie sollen).
  • Es finden bis zu drei Zuggarnituren hintereinander Platz.
  • Lange Züge können bei Bedarf in zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten abgestellt werden.
  • Der äußere Ring ist komplett R2 und größer.

Als Parallelgleisabstand kam ich auf 17 cm, jeweils von der Gleismitte gemessen. Der Abstand beträgt zwischen R1 und R2 17,8 cm, somit dürften die acht Millimeter Differenz auf gerader Strecke gut hinhauen. Dies unterstellt, läuft einiges an Sägearbeiten an den Schienen auf, da viele Ausgleichsstücke benötigt werden.

Fotos von der Stellprobe:
rechte Wendeschleife

Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass ein Längsbalken im vorigen Post falsch saß. Dies wurde korrigiert, er sitzt nun ein paar Zentimeter weiter außen (vom Innern der Zugangsluke aus gesehen). Zudem erhielt die Schräge auch noch einen Stützbalken für mehr Stabilität, ein Pfosten folgt noch.
Probeverlegte Gleise, bereits auf Spanplatten
Ansicht vom Steuerpult aus. Die Spanplatten müssen noch zurecht gesägt werden.
Noch in der alten Wohnung hatte ich Tests gemacht welche zeigten, dass die Maximalsteigung 40 Promille betragen darf, da die Räder der Lokomotiven in Einfachtraktion vor mittellangen Zügen sonst durchdrehen (lange Züge sehen auf der Anlage nicht aus, und wenn diese zum Einsatz kommen sollten, dann würden diese ohnehin vorbildgerecht mit Doppeltraktion, sprich mit zwei Lokomotiven fahren). Um eine Durchfahrtshöhe von 28 cm zu erreichen, sind also 7 Meter Gleis erforderlich. Diese Länge kann nur erreicht werden, wenn auch der Schattenbahnhof ein Gefälle bzw. eine Steigung enthält, also beginnt der Anstieg direkt nach den Halbkreisen. Später erfolgt die Überfahrt auf die obere Ebene genau in diesem Bereich, siehe Eingangspost.

Dienstag, 29. Januar 2013

Grundgedanken und Beginn des Aufbaus

Noch vor dem Umzug in unser neues Heim fingen die Planungen für eine Kelleranlage an. Der größte Kellerraum sollte es dann gefälligst schon sein, welcher mir nach kurzen Diskussionen mit der Bahnverwaltungsgesellschaft (Tina) auch ohne Auflagen bewilligt wurde. Der Raum maß laut Plan ungefähr 6,25 mal 4,25 Meter, mehr als genug Platz für viele Schienen, Lokomotiven und Waggons. Sollte man meinen.

Leider befinden sich der Hausanschluss für Telefon und Internet sowie ein Heizkörper in einer Ecke, welche zugänglich bleiben sollten (müssen). Also wurde ein Zugang mit 1 Meter Breite vorgesehen, was die nutzbare Fläche auf ungefähr 5,15 mal 3,15 Meter reduziert, im Vergleich zum ursprünglich verplanten Bereich sind das Einbußen von ca. 25 bis 30 Prozent, das schmerzt.
konnte nicht gehalten werden: der erste Entwurf (um 180 Grad gedreht)

So wurde aus der L-Form ein Rechteck mit Aussparung. Schade, aber weiter geht's.

Es sollen auf jeden Fall Steigungen mit Tunnels und Brücken enthalten sein und natürlich darf auch ein mehrgleisiger Bahnhof nicht fehlen, dazu möchte ich gerne so weite Radien wie nur irgend möglich verwenden, insbesondere im sichtbaren Bereich. Zwischen Gegenbögen sollen mindestens 30 Zentimeter gerades Gleis liegen.

Insgesamt habe ich vier verschiedene Gleisplan-Varianten entworfen, optimiert und probiert, bis der Kompromiss halbwegs optimal und zufriedenstellend war und am Ende wurde doch alles verworfen. Schlussendlich entschied ich mich, eine Reminiszenz und Hommage an meine vorige Anlage zu bauen. Die Streckenführung ist eine Doppelschleife (ein sogenannter "Hundeknochen"), welche den Eindruck einer zweispurigen Strecke erwecken soll - in Wirklichkeit sind Hin- und Rückstrecke einfach nebeneinander verlegt.

Liebling des Monats: der (vorläufig) letzte Gleisplan
Der Unterbau ist ein Rahmen, bestehend aus Kiefernleisten 58x38 mm, auf welche ich Spanplatten mit 18 mm geschraubt habe. Durch die Höhe von mindestens 90 Zentimeter Unterkante komme ich halbwegs ohne Kniefall unter die Anlage und Stauraum ist ebenfalls massig vorhanden.
Schon eine Weile her: der Rohbau